1150 invasive Neophyten ausreissen – komm auch und sei dabei am Freitag, 5. Juni 2026 beim EDAK-Parkplatz!
Ausreissaktion
Getreu dem Motto des Jubiläumsjahres der Gemeinde organisiert die Arbeitsgruppe Neophytenmanagement von Dachsen eine Neophyten-Ausreissaktion für die Bevölkerung. Wenn 1150 DachsemerInnen teilnehmen, ist das sehr schnell erledigt und Austausch und Geselligkeit kommen sicher nicht zu kurz.
Wir treffen uns am Freitagabend des 5. Juni 2026 um 18.30 Uhr auf dem EDAK-Parkplatz und reissen für rund zwei Stunden invasive Neophyten aus.
Schadet das Einjährige Berufkraut überhaupt?
Eine im März 2026 von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) veröffentlichte Studie stellt die Aussage in Frage, dass das Einjährige Berufkraut die Artenvielfalt negativ beeinflusst. Allerdings bezieht sich diese Arbeit nur auf einen bestimmten Wiesentyp und und die schwache Datengrundlage lässt diese Aussage nicht zu. Weitere Untersuchungen sind noch nötig. Das Berufkraut besetzt gerne Stellen mit offenem Boden. Dort würden auch seltene, konkurrenzschwache Arten Platz finden. Die Artenvielfalt an diesen Stellen wäre ohne Berufkraut also wahrscheinlich grösser als auf dem Rest der Wiese. In der Studie wurde aber einfach festgestellt, dass es auf Stellen mit viel Berufkraut nicht weniger Pflanzenarten hat als auf Stellen mit wenig Berufkraut und folgerte daraus vorschnell, dass also das Berufkraut nichts macht. An der geplanten Ausreissaktion wird an einem Standort erklärt, wie die oben erwähnte Studie ausgeführt worden ist und welche Konsequenzen sie für unsere zukünftige Neophytenbekämpfung haben könnte.
Kleine Änderung in der Bekämpfung trotzdem schon jetzt
Der Naturschutzverein möchte mit einer kleinen Gruppe über das Jahr verteilt vorrangig in den 17 Naturschutz-Inventarobjekten und der näheren Umgebung im und oberhalb des Rebbergs das Berufkraut intensiver bekämpfen - nicht mehr über das ganze Gemeindegebiet. Zusätzliche HelferInnen, die selbständig zu einer weiteren Fläche schauen möchten, sind herzlich willkommen und können sich gerne weiterhin bei Dieter Baach melden (baach.dieter@nvdu.ch). Auch die Pfadi wird sich weiterhin um zwei Flächen kümmern. An der Ausreissaktion am 5. Juni soll schwerpunktmässig im Industrieviertel (Buechbrunnen) bekämpft werden.
Grundsätzlich gilt es, das Berufkraut bei kleinem Besatz kurz vor der Blüte auszureissen oder bei starkem Befall zu mähen.
Der Neophytensack für eine einfache Entsorgung
Auf der Gemeindekanzlei kann weiterhin kostenlos der Neophytensack bezogen werden, welcher dem normalen Hauskehricht mitgegeben werden kann. Wenn Sie also im eigenen Garten beispielsweise die abgeblühten Blütenstände des Sommerflieders oder der Kanadischen Goldrute abschneiden, können Sie diese mit Hilfe des Neophytensackes entsorgen.
Schnittgut von Neophyten können Sie auch in der Neophytenmulde auf dem Entsorgungsplatz an der Buechbrunnenstrasse deponieren.
Weiterführende Informationen
Homepage der Gemeinde Dachsen unter der Rubrik Verwaltung -> Publikationen-> Invasive Neophyten. Fragen zur Bekämpfung oder weiteren Neophyten beantwortet Ihnen gerne Georg Feichtinger (Tel. 052 659 45 44). Neobiota-Kontaktperson der Gemeinde Dachsen ist unsere Gemeindeschreiberin, Melanie Eisenring (Tel. 052 647 60 61).
Für die Arbeitsgruppe Neophytenmanagement
Georg Feichtinger