Irène Rüfenacht im Herzen der Gemeinde Dachsen

6. August 2026

Eine besondere Bildschenkung für die Gemeinde Dachsen: Die Idee entstand an der Vernissage von Irène Rüfenacht im Chileli, wo im Februar einige ihrer Werke als erste Künstlerin im Jubiläumsjahr 1150 Jahre Dachsen Kunst im Dorf gezeigt und gewürdigt wurden.

Nachlassverwalterin Anja Roder beschreibt Irènes meist schwarz-weisse Arbeiten treffend: «Bei vielen ihrer Bilder kann man förmlich eintauchen, die Zeit vergessen und sich in den eigenen Gedanken verlieren.»

Die bedeutende Dachsemer Fotokünstlerin war Mitbegründerin der Vereinigung fotografischer Gestalter-innen (VFG) und deren erste Präsidentin. Im Herbst 2024 verstarb Irène Rüfenacht nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren.

Vielen Menschen im Dorf bleibt sie nicht nur als Fotografin, sondern als engagierte, vernetzte Bürgerin in Erinnerung. Sie setzte sich in ihrem Schaffen, wie auch privat immer wieder für die Schwächeren ein.

Gemeinsam mit Maja Wickli initiierte sie unter anderem das Adventsfenster an Weihnachten im Chileli. Einem Ort im Dorf mit guten Gesprächen & feinen Sachen, wo seither niemand mehr allein feien muss.

Aus tausenden Fotos durfte ich ein Bild aus ihrem Nachlass auswählen, oder besser gesagt suchen. Dies war mehr Arbeit als gedacht. Gefunden wurde einerseits ein typisches, kraftvolles Schwarz-Weiss-Rüfenacht-Bild und anderseits ein für die Gemeinde besonders wertvolles, seltenes und untypisches Motiv von Dachsen.
Auf dem Bild sieht man vom Rebberg das Chileli und das Dorf mit Irènes Wohnhaus, womit sich der Kreis auf berührende Weise wieder schliesst.

Tauchen auch sie mit ihren eigenen Gedanken im Empfang der Gemeindeverwaltung in ein besonderes Werk von Irène Rüfenacht ein.

Urs Schweizer

Bildübergabe