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Wasserzähler - Umstellung auf Funkablesung ab 2019

Die Gemeinde Dachsen stellt im Zuge der Modernisierung der Wasserzähler das Ablesesystem auf Funk um. Das bedeutet, dass die modernen Trinkwasserzähler nicht mehr manuell vor Ort abgelesen werden müssen. Zur Erfassung des Zählerstandes muss sich ein Mitarbeiter der Gemeinde lediglich in der Nähe des Gebäudes aufhalten, um das Signal empfangen zu können und muss das Gebäude nicht mehr betreten. Das verwendete Funkmodul überträgt lediglich die Seriennummer des Zählers sowie den Zählerstand. Es werden im Zähler bzw. dem Funkmodul keine weiteren persönlichen Daten gespeichert.

In einer ersten Phase wurde das Quartier «Sunnenberg» bereits auf Funk umgestellt. Geplant ist, dass im 2020 nochmals eine Umstellungsphase stattfindet mit dem Ziel, dass bis Ende 2020 alle Wasseruhren ersetzt bzw. umgestellt sind.

1. Warum wird die Ablesung überhaupt per Funk vorgenommen?

In der Vergangenheit erfolgte die Ablesung der Wasserzähler durch den Gemeindearbeiter. Dabei wurde es für ihn je länger je schwieriger, die Hauseigentümer zuhause anzutreffen. So konnten beispielsweise im 2018 trotz einem Ablesezeitraum von gut drei Wochen am Ende einige Zählerstände nicht abgelesen werden und mussten bei ausbleibender Reaktion letztendlich sogar geschätzt werden. Durch den Einsatz von Funkzählern kann die Ablesung quasi im Vorbeifahren erfolgen und ist in rund einem Tag abgeschlossen. Auch entfallen künftig durch die automatische Auslesung Zahlendreher und ähnliche Übertragungsfehler.

2. Welche Technik kommt zum Einsatz?

Die Gemeinde Dachsen hat sich für den Einsatz von klassischen Ringkolbenzählern entschieden. Diese werden durch ein aufgesetztes Funkmodul erweitert. Dieses wird beim Einbau des Zählers durch Mitarbeiter der Gemeinde parametriert. Hierbei wird der Stand des Zählers sowie dessen Seriennummer im Funkmodul hinterlegt. Der durch den Zähler gemessene Verbrauch wird über eine induktive Schnittstelle an das Funkmodul weitergegeben und dann von diesem übermittelt. Während die Messpatronen aus eichrechtlichen Gründen weiterhin alle sechs Jahre ausgetauscht werden müssen, kann das Funkmodul über mindestens zwei Eichzyklen verwendet werden. Es handelt sich folglich um eine sehr kostengünstige Lösung.

3. Zum Thema Funkemissionen

Im Zusammenhang mit Funkübertragungen fällt immer wieder der Begriff „Elektrosmog“. Die gesundheitlichen Auswirkungen des eingesetzten Funksystems wurden durch den Hersteller eingehend geprüft. Die elektromagnetischen Emissionen unserer Geräte liegen weit unterhalb der Grenzwerte zum Schutz von Personen. Gesendet wird mit einer Leistung von unter 25 Milliwatt. Verglichen mit anderen Alltagsgeräten ist die abgestrahlte Leistung damit marginal. Ein einfaches Beispiel macht dies deutlich: Das Funkmodul hat etwa die gleiche Batteriekapazität wie ein Mobiltelefon. Bei diesem ist jedoch nach spätestens einer Woche der Akku leer. Unsere Funkgeräte besitzen dagegen eine Batterielebensdauer von ca. 15 Jahren. Sie können sich daher sicher vorstellen, wie groß der Unterschied in der Sendeleistung sein muss. Tatsächlich sendet Ihr Mobiltelefon – je nach Netz – mit der bis zu 100fachen Leistung. Bei schlechtem Empfang sowie beim Verbindungsaufbau zum GSM-Netz kann die abgestrahlte Leistung des Mobiltelefons sogar noch weit höher liegen.

 

  • Funkmodul Wasserzähler    868 MHz         < 25 mW
  • Bluetooth                              2400 MHz       100 mW
  • WLAN                                  2400 MHz       100 mW
  • DECT (Schnurlostelefon)    1900 MHz       250 mW
  • GSM (D-Netz)                      900 MHz         2000 mW

Tägliche Sendezeit der Zähler:
Für die Funkübertragung von Zählerdaten gelten internationale Regeln. Nach diesen darf ein Zähler erst nach dem 1000fachen der Zeit, die eine Übertragung dauert, erneut senden. Eine einzelne Übermittlung des Moduls dauert lediglich 4 bis 15 Millisekunden. Das eingesetzte Funkmodul ist somit für maximal 50 Sekunden pro Tag aktiv. Schnurlostelefone, Mobiltelefone oder WLAN-Router, die selbst im StandbyModus mit deutlich größerer Leistung senden, wirken dagegen mehrere Stunden am Tag auf Sie ein – wenn nicht rund um die Uhr.

Abstand zur Funkquelle:
Die Stärke elektromagnetischer Felder nimmt mit zunehmender Entfernung zur Quelle rapide ab. So beträgt die sogenannte Dämpfung selbst im freien Raum schon in einem Meter Entfernung ca. 31 Dezibel (dB). Bereits 3 dB bedeuten aber schon eine Halbierung der Sendeleistung. Daher hat das Funkmodul bei einem Abstand von einem Meter nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Sendeleistung. Typischerweise beträgt der Abstand zwischen Hausbewohner und Zähler aber ein Vielfaches davon – mit Wänden und Decken im Übertragungsweg, die eine deutlich größere Dämpfung bewirken als der freie Raum. Mobil- und Schnurlostelefone hält sich der Nutzer dagegen in aller Regel direkt ans Ohr.

Die elektromagnetische Wirkung des hier eingesetzten Funkmoduls (IZAR RADIO) ist nicht nur marginal im Vergleich zu alltäglichen Hochfrequenzanwendungen. Sie liegt auch weit unter den gesetzlich zulässigen Grenzwerten, wie nachfolgende Grafiken zeigen.

4. Zum Thema „Datensicherheit“

Wie bereits erwähnt, werden in dem Funkmodul lediglich der Zählerstand sowie die Seriennummer der Messpatrone gespeichert. Es werden ausdrücklich keine Daten wie Name, Adresse oder Ähnliches in dem Modul hinterlegt. Die Übertragung von Stand und Seriennummer erfolgt über einen sogenannten OMS-Standard mit einer AES 128-Bit-Verschlüsselung. Eine solche Verschlüsselung ist – selbst unter Einsatz größter Rechenkraft- nicht innerhalb eines sinnvollen Zeitraums zu knacken.

Vor der Funkübertragung werden die zu versendenden Daten mit einem zählerspezifischen Schlüssel – also nach einer bestimmten Logik – so unterteilt und umgeschrieben, dass sie nicht länger interpretierbar sind. Potentielle Angreifer können daher selbst aus abgefangenen Telegrammen keine Verbrauchswerte

ablesen. Denn nur Empfänger, die über den entsprechenden Schlüssel verfügen, können die Funktelegramme entschlüsseln und interpretieren.

5. Kontakt bei weiteren Fragen

Bei weiteren Fragen zur Einführung der Funkübertragung stehen ihnen der Brunnenmeister der Gemeinde, Herr Markus Greutmann (Tel. 079 242 142 06) und Frau Sophia Meier, Gemeindeverwaltung Dachsen, zuständig für die Gebührenrechnung, jederzeit zur Verfügung, Tel. 052 647 60 63. Ihre Arbeitstage sind jeweils Dienstag bis Donnerstag.


Wasseruhr neu
 

Datum der Neuigkeit 13. Sept. 2019