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Invasive Neophyten in Schach halten

Wozu?
Oft hört man, dass sich in der Natur ja sowieso ein Gleichgewicht einspielen würde und es deshalb sinnlos sei, viel Aufwand gegen das Aufkommen solcher Pflanzen zu betreiben. Doch unsere Kulturlandschaft ist vom Menschen geprägt. Wir pflegen unsere Landschaft sowieso.

Gerade die für seltene Pflanzen wertvollen Flächen bieten mit viel offenem Boden meist auch ideale Bedingungen für invasive Neophyten. Diese an der Ausbreitung zu hindern ist nur ein Teil der Landschaftspflege.

Mit vielen wertvollen Naturschutzflächen erhalten wir in Dachsen Lebensräume für seltene Arten, aber auch Privatgärten und Landwirtschaftsflächen tragen zu einer Vielfalt bei. Invasive Neophyten nehmen einheimischen Pflanzen den Platz weg. Im Gegensatz zu diesen sind die Neophyten für die Tiere nicht brauch- oder essbar.

Alles mit Neophyten zuwuchern zu lassen und darauf zu hoffen, dass die Insekten und Vögel sich ja schon an das geänderte Nahrungsangebot anpassen, wäre ein Experiment mit unsicherem Ausgang.

Was könnte aufgrund von Erfahrungen an anderen Orten passieren, wenn man nichts unternimmt: Das Rheinufer könnte mit Japanknöterich und Sommerflieder zuwachsen. In den Lichten Wäldern würde Einjähriges Berufkraut seltene Pflanzen verdrängen oder Robinien als Stickstofflieferanten den Boden mit unerwünschten Nährstoffen anreichern.

Landwirte intensivieren die Nutzung von artenreichen Wiesen, weil der Aufwand für das Ausreissen der invasiven Neophyten von Hand zu aufwändig wird. Aus dem gleichen Grund werden keine Buntbrachen im Ackerland mehr angelegt, weil sie sonst selber zu Orten der starken Neophytenvermehrung werden und entsprechende Beiträge zur Förderung wegfallen.

Was wird in Dachsen unternommen?
Mitglieder der Arbeitsgruppe Neophytenmanagement teilen sich die Arbeiten auf. Dabei wird

  • Einjähriges Berufkraut ausgerissen
  • entsprechende Weiden rechtzeitig beweidet
  • Sommerflieder ausserhalb von Privatgärten ausgegraben
  • mit der SBB ein rechtzeitiger Schnitt koordiniert, damit die Kanadischen Goldruten auf tiefem Niveau bleiben
  • Japanknöterich im Mettli an seiner Ausbreitung Richtung Rhein gehindert wird
  • Robinien werden im 100 m Radius um Naturschutzgebiete bekämpft

Was können Sie tun?

  • Lassen Sie Neophyten im Garten nicht versamen oder wie am Beispiel des Zierlorbeers Früchte bilden
  • Entsorgen Sie geschnittene oder ausgerissene invasive Neophyten richtig
  • Alle invasiven Neophyten mit oder ohne Blüten, Samen, Früchten oder vermehrungsfähigen Wurzeln sollen in die dafür vorgesehene Mulde auf dem Entsorgungsplatz an der Buechbrunnenstrasse gebracht werden
  • Am besten ersetzten Sie invasive Neophyten im Garten mit einheimischen Pflanzen, die für Vögel und Insekten wie Schmetterlinge wertvoll sind

Eine gesellige Ausreiss-Aktion am 12. Juni 2021
Um 10 Uhr treffen sich alle motivierten DachsemerInnen und die Jugendgruppe «Zäment» der Kirchgemeinde Laufen-Uhwiesen vor dem alten Schulhaus zu einer zweistündigen Ausreissaktion und anschliessendem Grillieren im Offenen Garten von Dieter Baach.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme (keine Anmeldung nötig).

Weiterführende Informationen
Fragen zur Bekämpfung oder weiteren Neophyten beantwortet Ihnen gerne Georg Feichtinger (Tel. 052 659 45 44). Neobiotakontaktperson des Kantons der Gemeinde Dachsen ist unsere Gemeindeschreiberin Sabine Spross (Tel. 052 647 60 61)



Datum der Neuigkeit 27. Mai 2021